Samstag, 27. Juni 2015

11 Fragen - "Liebster Award", der II.




Nicht schon wieder, dachte ich, als Pebby Art mich fragte, ob ich beim "Liebster Award" mitmache. Eine Auszeichnung, für die ich mich geehrt fühle und für die ich Pebby herzlich danke.  Aber ...
Die an sich tolle Idee läuft schon eine Weile durch die sozialen Medien und ich habe längst mitgemacht. Vor zwei Jahren habe ich mich leichtsinnigerweise sogar zweimal beim „The Next Big Thing Blog Hop“ beteiligt und genug Körbe von anderen Autoren erhalten.




11 Fragen - von Pebby an mich:
  1. Ist Schreiben für dich ein Fulltime-Job oder eher etwas, was nebenbei betrieben wird?
Leider kann ich vom Schreiben nicht leben, auch wenn ich ab und zu Geschichten an Zeitungen und Zeitschriften verkaufe. Daher ist Schreiben nur eine schriftstellerische Nebentätigkeit, wie es beim Finanzamt so schön heißt.
  1. Wie ist deine Zeiteinteilung? Wieviel Zeit investierst du täglich in das Bloggen und das Netzwerken (Facebook, Twitter  usw.) und wieviel Zeit bleibt dann noch für das Schreiben neuer Bücher übrig?
Momentan ist meine Zeiteinteilung etwas schief. Ich verwende mehr Zeit für das Bloggen und Netzwerken, als für das Schreiben. Das muss ich unbedingt wieder ändern.
  1. Wie viele Bücher hast du bisher geschrieben?
Momentan habe ich als Annette Paul fünf Kinderbücher und zwei Weihnachtsbücher und als Eva Joachimsen drei Unterhaltungsromane veröffentlicht, dazu kommen ein paar Kurzgeschichten. Eine Reihe Rohfassungen ruhen noch auf meiner Festplatte, einige sicher für immer. Andere will ich unbedingt überarbeiten und dann herausgeben
  1. In welchen Zeitabständen bringst du ein neues Buch auf den Markt?
Unregelmäßig. Für einige Manuskripte bin ich auf Verlagssuche, da habe ich leider keinen Einfluss auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.
  1. Führst du hin und wieder Gratis-Aktionen oder Preisreduzierungen durch?
Als Amazon die Gratis-Aktionen einführte, habe ich es ab und zu gemacht und hinterher tatsächlich weitere Bücher verkauft, doch nach einem Jahr funktionierte es nicht mehr, deshalb habe ich damit aufgehört. Mein Versuch mit einem Einführungspreis war auch nicht besonders erfolgreich.
  1. Um dein Buch bekannt zu machen: Nutzt du da zusätzlich zu den Social-Media-Plattformen bezahlte Werbemaßnahmen, wie zum Beispiel Facebook-Werbeanzeigen
Nein.
  1. oder – im Falle einer Werbeaktion – xtme oder ebook-rabatte?
Bisher noch nicht.
  1. Wie wichtig ist für dich die Vernetzung mit anderen Bloggern?
Sie ist sinnvoll, um die Reichweite des Blogs zu erhöhen. Außerdem lerne ich viel von anderen. Es gibt wirklich sehr schöne und informative Seiten.
  1. Hast du schon mal die Presse kontaktiert, um in die Zeitung zu kommen? Wenn ja, hat das geklappt?
Nein.
  1. Falls schon einmal ein Artikel über dich geschrieben wurde: Hat das eine Auswirkung auf deine Buchverkäufe gehabt? Hat es die Reichweite deines Blogs oder deiner Fan-Seiten erhöht?
dito.
  1. Ich war dieses Jahr auf dem Selfpublishingday 2015 in Münster. Würdest du auch mal an einer solchen Veranstaltung teilnehmen (oder hast du es bereits?), um Vorträge zu hören und andere Self-Publisher kennenzulernen?
Ich finde es interessant und haben deinen Bericht gern gelesen, aber es ist leider eine Zeitfrage, daher steht es ziemlich weit unten auf meiner To-Do-Liste.
  1. Wenn du ebenfalls Blogger nominieren möchtest, so kannst du das hier machen. Da ich aber nicht gerne zu Kettenbriefaktionen aufrufe, darfst du auch ganz entspannt diesen Punkt einfach weglassen und ich bedanke mich bei dir, dass du am „Liebsten Award“ teilgenommen hast und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg mit deinen Projekten. 
Es tut mir leid, den Schneeball mitten im Sommer liegenzulassen. doch bei den letzten Aktionen hatte ich leider wenig Resonanz, daher verzichte ich auf weitere Nominierungen.
Vielen Dank, dass du an mich gedacht hast. Ich hoffe, die anderen Autoren sind aktiver und reichen den Stab weiter.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Immer diese Menschen




Mein Leseanfängerbuch „Immer diese Menschen“ benötigt eine Schönheitsbehandlung. Deshalb werde ich das Buch so nach und nach aus den verschiedenen Shops nehmen, um es später neu gestaltet wieder anzubieten. Ich bin schon ganz gespannt auf die neue Version.

Freitag, 12. Juni 2015

kulturstrom: Die Leidenschaft des Schmökerns



Der Journalist WolfgangSchwerdt war so lieb, mich zu befragen und das Gespräch auf seiner Seite zu veröffentlichen: 



Ich habe mich sehr gefreut, mal als Autorin und nicht nur als Bloggerin der Schmökerratten und Schmökerfreaks wahrgenommen zu werden.


Mittwoch, 3. Juni 2015

Weiterentwicklung des Blogs



Im November 2011 bastelte ich meinen ersten Blog zusammen und nannte ihn „Probeschmökern bei Annette Paul“. Tagelang kämpfte ich mit der Technik. Schließlich musste eine Homepage oder ein Blog her, um meine neuen E-Books vorzustellen. Der #SampleSunday sollte viele Leser locken und versprach eine Möglichkeit, bekannt zu werden.
Viereinhalb Jahre veröffentlichte ich hier Leseproben meiner Büchern und Kurzgeschichten, die in Anthologien erschienen, dazu viele Kürzestgeschichten, die meisten entstanden in Schreibworkshops von Heidrun Schaller. In der gesamten Zeit leistete mir der Blog treue Dienste.
Inzwischen habe ich mich weiterentwickelt und die Weihnachts-Textwerkstatt, die Schmökerratten und die Schmökerfreaks ins Leben gerufen. Zudem lernte ich viele Internetauftritte von anderen Autoren kennen, während der #SampleSunday, zumindest in Deutschland, nicht einschlug. Kaum ein Autor beteiligt sich noch daran. Deshalb überlegte ich eine Weile, einen neuen Blog aufzumachen. Um erneute Kämpfe mit der ungeliebten Technik zu vermeiden, entschloss ich mich, lieber den bestehenden Blog so nach und nach zu verändern. Mal sehen, wo wir beide im Laufe der Zeit landen.

Sonntag, 10. Mai 2015

Das erste Date



Sorgfältig schminkt Carina sich, anschließend steht sie lange vor dem Kleiderschrank und überlegt, bis sie sich für die hautenge Glitzerjeans und das bauchfreie Top, darüber die Spitzenbluse entscheidet. Als er nicht pünktlich um zwanzig Uhr an der Tür klingelt, sorgt sie sich. Hat er sie versetzt? Vielleicht findet er ihre Freundin Anna mit ihren langen schwarzen Haaren attraktiver? Immer wieder läuft sie im Zimmer auf und ab, bleibt am Fenster stehen und lugt hinter der Gardine zum Fenster hinaus.
Endlich hält sein Wagen vor dem Haus und er steigt aus. Sie lässt sich Zeit, als er klingelt. Dafür akzeptiert sie sofort seinen ersten Vorschlag zum Italiener zu gehen. Dort ist es voll, sie sind zu spät dran. In der Ecke vorm Klo bekommen sie noch den kleinen Tisch. Normalerweise wird hier das Geschirr abgestellt. Carina findet es gut, abseits zu sitzen. So können sie sich besser unterhalten. Doch kaum hat der Kellner ihnen die Cola hingestellt, brummt sein Smartphone und er liest die Mitteilungen. Carinas Frage beantwortet er zerstreut, weil er gleichzeitig eine Antwort eintippt. Anschließend studiert er seine eingegangenen E-Mails.
Gelangweilt schaut sich Carina die Fotos an der Wand an. Würden sie weiter vorne sitzen, könnte sie wenigstens die anderen Gäste beobachten. Soll sie ebenfalls ihr Handy zücken? Sie hofft auf viele Retweets bei Twitter. Sie braucht unbedingt noch 50 neue Follower, dann hat sie endlich Anna übertroffen. Aber sie ist doch extra hierhergekommen, um Vincent kennenzulernen, also lässt sie ihr Handy stecken.
Erst als der Kellner die Pizza bringt, legt Vincent das Smartphone aus der Hand, schnell greifbar neben den Teller.
„Wollen wir gleich ins Kino gehen?“, fragt er. Carina nickt.
Vincent legt Messer und Gabel aus der Hand und sucht im Internet nach dem Kinoprogramm. „Nebenan läuft gleich ein Horrorfilm und eine deutsche Komödie. Im Cineklacks läuft der neue Film mit Brad Pitt und noch so ein komischer französischer Film.“
„Die Komödie“, sagt Carina. „Da können wir zu Fuß hingehen.“ Sie nimmt sich vor, ganz eng neben ihm zu laufen, damit er gezwungen wird, seinen Arm um sie zu legen.
Es klappt wie gehofft. Gleich auf der Straße berühren sich ihre Schultern und Hüften und er legt seinen Arm um ihre Schulter. Doch dann zückt er sein Smartphone und telefoniert mit seinem Freund bis sie das Kino erreichen. Selbst in der Warteschlange an der Kasse surft er bei Facebook. Er merkt gar nicht, wie sich Carina aus seinem Arm löst, als ein paar Kinogäste an ihnen vorbei aus dem Saal drängen, und mit ihnen gemeinsam das Kino verlässt.



©Annette Paul